Sicherer mit dem Rad unterwegs: Tipps von Segebergs Kreisverkehrswacht

Lübecker Nachrichten, 30.05.2021                                                              von: Heike Hiltrop

 

 

 

 

 

 

 

Gesund, klimafreundlich und in der Pandemie ein prima Sport für jedes Alter: Fahrradfahren boomt. Harald Poppe von der Kreisverkehrswacht Segeberg bringt nicht nur Kindern den sicheren Umgang bei. Darauf sollte jeder achten.

 

Gesehen werden ist sicherer

Harald Poppe von der Kreisverkehrswacht Segeberg schult Jungen und Mädchen beim Fahrtraining, aber auch Erwachsene, die mit dem Elektrofahrrad (Pedelec) unterwegs sein wollen, denn sie zählen zu den Gruppen mit den schwersten Unfällen im Straßenverkehr. Hier seine Top sechs in Sachen Sicherheit:

Der Helm: Er ist das wichtigste Element. Er muss nicht teuer sein, aber gut sitzen. Die Ohren bleiben frei, der Kinnriemen sollte zwei Finger breit Luft haben, damit er nicht einschnürt. Wenn es kalt ist, keine Pudelmütze unter dem Helm tragen, sondern besser eine Motorradhaube, rät Poppe.

Die Kleidung: Hell soll sie sein und leuchtend, denn gesehen werden, bedeutet mehr Sicherheit. Am besten ist eine Warnweste, die es in verschiedenen Größen für ein paar Euro zu kaufen gibt. Sie sei nicht schön, mache aber sichtbar, sagt Poppe. Wer mit dunkler Jacke unterwegs ist, sollte wenigstens auf reflektierende Streifen achten.

Das Rad: Wer es im Winter längere Zeit stehen lässt, sollte einen Licht-, Bremsen- und Technik-Check vor dem Saisonstart vornehmen. Wer eine Rücktrittbremse gewohnt ist und sich ein neues Fahrrad kauft, sollte dabei bleiben oder das Bremsen ohne trainieren. Gerade bei Kindern und älteren Menschen kann es sonst zu brenzligen Situationen kommen, wenn in einer gefährlichen Situation reflexartig nach hinten ins Leere getreten wird.

Das Licht: Es sollte auch bei trübem Wetter immer angeschaltet sein, um besser wahrgenommen zu werden.

Der Sattel: Die Faustregel besagt, dass er auf Hüfthöhe eine gute Sitzposition ergibt. Wichtig ist, dass die Fußspitzen noch gut den Boden erreichen – bei überraschenden Situationen kann es sonst schnell zu Stürzen kommen.

 

Der Lenker: Hier muss jeder seine persönliche Wohlfühlposition finden. Die ergibt sich nach ein paar Touren, so Poppe.


Tempo 30 vor Schule in SE

Basses Blatt, 28. November 2020                                                             Text/Foto: ehl

 

Bad Segeberg (ehl), lange hat es gedauert, aber jetzt kommt sie. Die 30er-Zone vor der Heinrich-Rantzau-Schule in Bad Segeberg. Es gab unzählige Anläufe der Stadt Bad Segeberg sowie den Eltern der Schule, eine Zone entlang der Bundesstraße 432 einzurichten, in der nur 30 Stundenkilometer schnell gefahren werden darf.
Die zuständige Kreisverwaltung hat das immer wieder abgelehnt, obwohl es teilweise zu gefährlichen Szenen vor der Schule gekommen ist. Die Straßenverkehrsordnung gab eine Genehmigung nicht her. Genau das hat sich geändert. „In einer Elternbeiratssitzung kam dieses Thema einmal mehr wieder auf den Tisch. Wir wussten zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht, dass der Antrag zum wiederholten Male abgelehnt wurde und haben uns entschieden, es einfach zu machen“, erzählt Daniela Buß, die sich gemeinsam mit Lea Fahrmeier-Schneider für die Zone engagierte. „Wir haben dann ausgiebig im Internet recherchiert und festgestellt, dass es seit 2016 eine Gesetzesänderung gibt, die eine Einrichtung einer 30-km/h-Zone möglich macht. Demzufolge haben wir dann einen Antrag auf eine streckenbezogene Geschwindigkeitsreduzierung gestellt. Dieser Antrag ist dann am 24. November erfreulicherweise auch durchgegangen“, berichtet Daniela Buß weiter.
„Wir haben über 150 E-Mails an die Stadtvertretung und den zuständigen Kreis und einige weitere Personen geschickt. Erfreulicherweise hat uns durch die Bank nur positives Feedback erreicht. Ganz besonders bedanken möchten wir uns beispielsweise bei Olaf Reiter als Vorsitzendem des kommunalen Präventionsrates der Stadt Bad Segeberg“, sagt Lea Fahrmeier-Schneider. Sie dankt zudem allen Unterstützern.

 


Lübecker Nachrichten                                                                                 28. November 2020

 

Jubel bei Eltern und Kindern: Tempo 30 vor der Bad Segeberger Rantzau-Schule kommt.


Tempo 30 vor der Rantzau-Schule

Segeberger Zeitung, 28 November 2020                                                                 Text: thb

                                             Tempo 30 vor der Rantzau-Schule

 

Bad Segeberg. Auf einmal ging alles ganz schnell: Seit etlichen Jahren bemühen sich Schule, Eltern und Kommunalpolitik darum, auf der Ziegelstraße vor der Heinrich-Rantzau-Schule eine Tempo-30-Zone einzurichten – bislang immer vergeblich. Jetzt gibt der Kreis Segeberg dafür unerwartet grünes Licht.

Grund für diese überraschende Entwicklung sei „eine geänderte Rechtslage“, die der Kreis-Verkehrsbehörde nunmehr mögliche, „auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zusätzliche Maßnahmen zur Schulwegsicherung“ zu veranlassen, wie eine Sprecherin unlängst erklärte. Nach eingehender Prüfung und in Absprache mit der örtlichen Polizei habe die Verkehrsaufsicht daher im Nahbereich von Bad Segebergs größter Grundschule auf der B432 eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer angeordnet.

In der Vergangenheit hatte der Kreis Segeberg den Wunsch immer wieder mit dem Hinweis abgelehnt, die Ziegelstraße sei zum einen  Bundesstraße – weshalb die Zuständigkeit ohnehin nicht beim Kreis liege – und darüber hinaus kein Unfallschwerpunkt.

Der Elternbeirat der Rantzau-Schule hatte zuletzt noch einmal die Initiative ergriffen und auf die neue Rechtslage aufmerksam gemacht, der zufolge zwar eine klassische Tempo-30-Zone ausgeschlossen, aber eine sogenannte „streckenbezogene Temporeduzierung“ – insbesondere auch vor Schulen – möglich sei.

 

                                                                                                                                                thb


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